Wolfgang Müller
Anonymität und Sicherheit in Peer-to-Peer-Systemen
Abstract
Peer-to-Peer-(P2P-)Netze ermöglichen unabhängig voneinander administrierten, gleichberechtigten Rechnern, große Aufgaben verteilt gemeinsam zu bearbeiten. Ihre Popularität verdanken P2P-Netze dem Umstand, dass ein Peer sehr einfach zu administrieren ist. Eine wichtige Anwendung von P2P-Netzen sind verteilte Datenspeicher, in denen die Peers ihren Plattenplatz zur Verfügung stellen und das P2P-System Such- und Zugriffsfunktionalität bereitstellt.
Während im WWW eine Linkstruktur zur Verfügung steht, die die im Netz gespeicherten Dokumente miteinander verbindet, existiert eine derartige Struktur in P2P-Netzen üblicherweise nicht. Um die im P2P-Netz vorliegenden Daten nutzen zu können, wird also eine effiziente, mächtige Suchfunktionalität benötigt. Diese Suchfunktionalität bereitzustellen, ist ein aktuelles Forschungsgebiet. Die Herausforderung ist hierbei insbesondere, dass die Daten verteilt vorliegen und die beteiligten Rechner (Peers) nicht ausfallsicher sind.
Forschungsarbeiten über Suche in P2P-Netzen betrachten meist die eigentliche Effizienz der Algorithmen. Sicherheitsbetrachtungen zu den Algorithmen werden jedoch eher selten angestellt. Dies ist problematisch, da sich mit der Verteilung und dem verteilten Zugriff auf Ressourcen auch neue Angriffsmöglichkeiten eröffnen.
Der vorliegende Artikel gibt eine Einführung in die Herausforderungen, die sich in den Gebieten Anonymität und Sicherheit bei Entwurf und Erstellung von P2P-Systemen ergeben.
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